Die Arbeitsbereiche in der Logopädie für Kinder |
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Kindliche Sprachentwicklungsstörungen und Aussprachestörungen:
In diesen Bereich fallen alle Sprachentwicklungsverzögerungen im Kindesalter. Sie umfassen alle Teilgebiete der Sprache. So werden z. B. grammatikalische, semantisch-lexikalische und phonologische Entwicklungsstörungen mit einer logopädischen Therapie behandelt. Am Anfang der Therapie steht immer eine umfassende Diagnostik. Aus den Ergebnissen erfolgt dann die weitere Therapieplanung. Dieses geschieht stets unter Einbeziehung der Eltern. Für Fragen oder Anregungen stehen die Therapeuten dabei zu Ihrer Verfügung. Auditive Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörungen: Leidet Ihr Kind z. B. vermehrt unter Mittelohrentzündungen mit Paukenergüssen? Gibt es eine familiäre Disposition für Schwerhörigkeit? Dann sind oft Störungen in der Wahrnehmung und Verarbeitung von Höreindrücken die Folge. Eine umfassende logopädische Diagnostik zeigt hier welche Teilbereiche der auditiven Verarbeitung betroffen sind und eine weitere therapeutische Unterstützung erfordern. Defizite zeigen sich hier besonders häufig im Schuleintrittsalter. Um Probleme im Unterrichtsalltag zu vermeiden, kann die Logopädie mit individuell angepassten Therapieinhalten unterstützend einwirken. Die Behandlung von auditiven Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörungen wird im Therapiezentrum Baumgarten bei Bedarf von Computerprogrammen, wie z.B. AudioLog 3 unterstützt. Des Weiteren bieten wir die Möglichkeit der Diagnostik und des Trainings der Hörwahrnehmung mittels des AUDIVA-Verfahrens. Das AUDIVA-Hörwahrnehmungstraining wenden wir nicht nur bei auditiven Verarbeitungsstörungen an. Indikationen sind z.B. auch zentrale Hörstörungen, Aufmerksamkeitsdefizite (ADS, ADHS), Lese-Rechtschreibschwächen, Sprach- und Sprechstörungen, Schwerhörigkeit und Koordinationsprobleme. Stimmstörungen im Kindesalter: Störungen in der Stimmgebung können organische, funktionelle und psychogene Ursachen haben. Organische Stimmstörungen treten z. B. nach operativen Eingriffen im orofazialen-Bereich auf. Symptome wie Heiserkeit, eingeschränkte stimmliche Belastbarkeit, Veränderung des Stimmklangs und eine verschobene Sprechstimmlage gelten als Hauptsymptome einer Stimmstörung. Nach eingehender Befunderhebung wird dann eine individuell abgestimmte Therapieplanung durchgeführt. |
Am Anfang einer Stimmtherapie steht immer die Eigenwahrnehmung. Diese soll geschult werden um eine Modifikation der persönlichen Stimme zu ermöglichen. Am Ende der Therapie gilt es die erlernte „neue“ Stimmgebung in die Alltagssprache zu transferieren. Eine Bereitschaft des Patienten zur Veränderung ist hierbei von großer Bedeutung.
Myofunktionelle Störungen:
Die Ursachen für eine myofunktionelle Störung liegen meist schon im frühsten Kindesalter. So beeinflussen Saug- und Lutschgewohnheiten, Form und Größe des Saugers, Probleme beim Stillen des Säuglings, falsche Essgewohnheiten und eine ungünstige Nahrungsauswahl den Muskeltonus im orofazialen Bereich negativ. Eine ausgeprägte orofaziale Hypotonie führt z. B. zu vermindertem mimischem Ausdruck und einer offenen Mundstellung mit Mundatmung und vermehrtem Speichelfluss. Desweiteren ist meist eine falsche Ruhelage der Zunge mit Zungenvorstoß beim Schlucken zu beobachten, was zu Fehlstellungen der Zähne führen kann. Sehr oft kommt es durch eine myofunktionelle Störung zu lautlichen Fehlbildungen. Am häufigsten sicherlich zum Sigmatismus interdentalis, im Volksmund Lispeln genannt. Durch spezielle Übungen zur Erhöhung des Muskeltonus von Zunge und Lippen, sowie zur Steigerung der Koordinationsfähigkeit von Bewegungen, wird in der myofunktionellen Therapie die Basis zur Erlernung des korrekten Schluck-, bzw. Artikulationsmusters gelegt. Ein häusliches Übungsprogramm zur täglichen Durchführung soll einen raschen Therapieerfolg unterstützen. |