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Erläuterungen zu den Therapiemethoden

Erläuterungen zu McKenzie:

In den Sechzigerjahren entwickelte der neuseeländische Physiotherapeut Robin McKenzie eine eigene Methode zur Untersuchung und Behandlung von Wirbelsäulenschmerzen.

Der Erfolg des von ihm entwickelten Behandlungssystems lässt sich daran ermessen, dass dieses Konzept zur Behandlung von Beschwerden der Wirbelsäule in Nord- und Südamerika, ganz Europa, Afrika, im Mittleren Osten, Skandinavien, Asien, Australien und Neuseeland praktiziert wird.
 
Die therapeutischen Ziele sind:
  • Aufklärung der Patienten
  • Schmerzbeseitigung und Zurückerlangen der Beweglichkeit
  • Erstellung von individuellen Selbstbehandlungsprogrammen zur Verhütung von Rückfällen
  • Verhinderung von langwierigen Beschwerden
Die neurologische Universitätsklinik Tübingen verwendet dieses Untersuchungsverfahren bei Patienten, die mit der Diagnose  "Bandscheibenvorfall" in die Klinik eingewiesen werden. Erst nach fünf Therapiesitzungen wird dann entschieden, ob der Patient wirklich operiert werden muss oder erfolgreich auf dieses konservative Therapieverfahren anspricht.
 
Mehr Informationen unter: www.mckenzie.de

Medical Taping

„Die Basis vom Medical Taping Concept wurde in den siebziger Jahren in Japan und Korea gelegt. Hier wurden damals die Tapemethoden entwickelt (Kinesiotaping und Balancetaping), von dem Gedanken ausgehend, daß Bewegung und Muskelaktivität wichtig sind um die Gesundheit zu erhalten oder wiederherzustellen. Der Gedanke, der dahinter liegt ist, dass Muskeln nicht nur für die Bewegung notwendig sind sondern auch z.B. für den Blut- und Lymphkreislauf sowie bestimmend für die Körpertemperatur. Wenn die Muskeln nicht gut funktionieren kann das also zu einer Reihe von Beschwerden und Erkrankungen herbeiführen.
 
Diesen Gedanken weiterführend, wurden mehrere elastische Arten von Tape entwickelt, die die Muskeln in ihren Funktionen unterstützen konnten, ohne dass sie dabei die Bewegung einschränken. Indem man verletzte Muskeln auf diese Art und Weise behandelt, wird der körpereigene Erholungsprozeß aktiviert. Während der Entwicklung dieser Methode stellte sich schon schnell heraus, dass das Anwendungsgebiet viel größer war als nur die Behandlung der Muskeln…“
 
Mehr Informationen unter: www.medicaltaping.de

Manuelle Therapie

„Was versteht man darunter?
Unter manueller Therapie versteht man denjenigen Teil der manuellen Medizin, der von einem qualifizierten Physiotherapeuten durchgeführt wird. Unter manueller Medizin versteht man die manuelle Einwirkung auf Muskeln und Gelenke zur Diagnostik und Therapie von Störungen oder Krankheiten. Lediglich von Ärzten durchgeführt werden darf die Chirotherapie, bei der ein manipulativer Eingriff an der Wirbelsäule erfolgt.
 
Manuelle Medizin umfasst alle manuellen Techniken zur Diagnostik und Therapie von Störungen am Bewegungsapparat. Die Osteopathie und die Chiropathie gelten als Vorläufer oder Varianten der Manuellen Medizin.
 
Wie wirkt die Therapie?
Die manuelle Medizin ist nicht unbedingt eine alternative Therapie, die Theorien und Konzepte, die zugrunde liegen, sind weitgehend mit der Schulmedizin vereinbar.

Viele Schmerzzustände am Bewegungsapparat, den Muskeln und Gelenken, sind mitverursacht durch eine mangelnde Beweglichkeit. Die Blockierung eines Gelenks wird häufig mit dem Bild einer klemmenden Schublade beschrieben: Die das Gelenk umgebenden verspannten Muskeln blockieren die Knochen und hindern diese an einer freien Beweglichkeit. Indem die Beweglichkeit verbessert wird (durch die Mobilisierung von Gelenken oder die Dehnung verkürzter Muskeln), soll der Schmerz reduziert werden oder verschwinden. Anwendungsgebiete sind u.a. alle Störungen, die durch reversible Funktionsstörungen von Gelenken ausgelöst oder mitverursacht werden, z. B. bestimmte Formen von Kopfschmerzen, Nacken- und Rücken-Schmerzen aber auch Gleichgewichtsstörungen oder Tinnitus. Bei der Behandlung lockert und dehnt der Therapeut die Muskeln und mobilisiert die Gelenke, um ihren Bewegungsspielraum zu vergrößern…“
(Quelle: www.aok.de)

Manuelle Lymphdrainage

Die Manuelle Lymphdrainage ist eine Verschiebetechnik, die Flüssigkeit(Schwellungen) aus dem Gewebe in das Lymphsystem befördert.
 
Schwellungen(Ödeme) können infolge von Verletzungen,Unfälle oder Operationen auftreten.
 
Manuelle Lyphdrainage dient der Behandlung von Schwellungen verschiedener Körperregionen, z.B.Füße, Hände, Beine etc.

Das Bobath-Konzept

Die Therapie nach Bobath wurde für Erwachsene und Kinder mit Schädigungen des zentralen Nervensystems konzipiert und ist eine Methode der Rehabilitation, die u.a. bei der Behandlung von Schlaganfallpatienten Anwendung findet. Bei einem Schlaganfall fällt ein Stück aus dem Gehirn aus und es kommt zu lokalen Störungen wie z.B. Sprachverlust oder Einschränkungen der Handbewegungen. Gleichzeitig kann die gesamte Hirnleistung an sich gestört sein, wodurch sich ehemals physiologische Reflexe in krankhafte verwandeln. Sichtbares Kennzeichen einer derartigen Schädigung ist die Spastik.
Die Entwicklung des Bobath-Konzeptes begann Mitte der 40er Jahre, als das Ehepaar Berta (Gymnastiklehrerin) und Karel (Neurologe) Bobath feststellten, dass Spastizität durch die Stellungen und/oder Bewegungen eines halbseitig gelähmten Patienten beeinflussbar ist.
 
Bei diesem empirischen Konzept sind die beiden Grundgedanken:

  • Beeinflussung bzw. Regulation der Muskelspannung
  • Anbahnung von funktionellen Bewegungen wie z.B. Greifen und Laufen
Dies bedeutet, dass krankhafte Bewegungsmuster (Spastik) gehemmt werden (Inhibtion), um physiologische Bewegungen wieder anzubahnen (Facilitation).
 
Es ist das Ziel der krankengymnastischen Behandlung nach Bobath durch die Bahnung physiologischer Bewegungsabläufe eine verbesserte Haltungskontrolle und selektive Bewegungen zu erreichen, um so koordinierte und effiziente Bewegungsabläufe zu begünstigen, damit es beim Patienten zu zielgerichteten Aktivitäten kommen kann.
 
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